Therapeutische Anwendung der Kernspinresonanz bei Osteoporose

Veröffentlicht in: Berichte des naturwissenschaftlich-medizinischen VereinsSalzburg, 18, S. 7–17
W. Kullich, I. Lukenda, B. Stritzinger, J. Overbeck, D. Krpan
Ludwig Boltzmann Cluster für Rheumatologie, Balneologie und Rehabilitation, Ludwig Boltzmann Department für Rehabilitation, Saalfelden, Österreich;

Poliklinik K-CENTAR, Zagreb, Kroatien;

Chirurgische Facharztpraxis, Deggendorf, Deutschland


Übersicht

 

In die Studie wurden 103 Patienten (männlich n = 10, weiblich n = 93) im mittleren Alter von 68,4 Jahren eingeschlossen. Alle Patienten, die in die Studie eingeschlossen wurden, hatten eine mittels DEXA Methode gesicherte Osteoporose (T-Score unter -2,5) und erhielten eine 10-tägige Kernspinbehandlungsserie (10-mal eine Therapiestunde täglich) mit einer therapeutischen Kernspinresonanz auf dem OsteoSystem. Das OsteoSystem ermöglicht eine Ganzkörper-Osteoporose-Therapie.

 

Alle Patienten nahmen seit einem Jahr vor KSRT täglich VitD3 800 IE ein. Messzeitpunkte waren Baseline und 12 Monate nach KSRT. Eine darüber hinausreichende weitere Osteoporose-Behandlung war ausgeschlossen.

Parameter der DEXA Messung waren Knochendichteveränderungen (T-Score, ZScore, BMD) von Intertrochanter, großem Trochanter, Ward’schem Dreieck Oberschenkelhals und Lendenwirbel (L1-L4).


Alle DEXA Messungen wurden am selben Gerät durchgeführt: Discovery DXA Gerät, QDR Serie (Hologic Inc., USA).



Zusammenfassung Ergebnisse 

 

Ein Jahr nach der KSRT-Behandlung (MBST-Behandlung) ergab die statistische Auswertung der DEXA-Messungen (gepaarter t-Test bzw. Wilcoxon Signed Rank Sum Test) eine signifikante Verbesserung des t-Scores der Lendenwirbeln (L1-L4) in der Gesamtgruppe (männlich und weiblich). Auch der t-Score des Oberschenkelhalses sowie des Ward’schen Dreiecks verbesserte sich von Baseline zu 12 Monate nach KSRT signifikant (Tabelle 1). Sowohl im Mittel als auch im Median war die Knochendichte vermehrt. Keine Veränderung des t-Scores konnte am großen Trochanter und Intertrochanter nachgewiesen werden. Eine Veränderung des t-Scores am Ward’schen Dreieck korrelierte mit einer Veränderung des t-Scores des Intertrochanter und Oberschenkelhalses. Verbesserte t-Score Werte des Trochanters gingen mit den t-Score Levels des
Oberschenkelhalses und der Lendenwirbel einher. Die Differenz von Baseline und 12 Monate nach KSRT des t-Scores von Intertrochanter korreliert mit den t-Scores des Oberschenkelhalses und Lendenwirbel 3, nicht aber mit den restlichen Lendenwirbeln. Eine Verbesserung der t-Score Werte des Oberschenkelhalses korrelierte mit allen anderen Erhöhungen der Parameter.


Download
THERAPEUTISCHE ANWENDUNG DER KERNSPINRESONANZ BEI OSTEOPOROSE
Detaillierte Studie zur Osteoporose Behandlung mit MBST
2016_Osteoporose_Therapeutische Anwendun
Adobe Acrobat Dokument 573.3 KB